Osteoporose MessungDie Osteoporose stellt eine der zentralen Problemerkrankungen in der Orthopädie dar. Durch eine Abnahme der Knochenmasse und eine Unterversorgung des Knochens mit Calcium wird der Knochen brüchig. So können schon geringe Belastungen wie ein harmloses Stolpern oder auch schon das Anheben einer Last zum Bruch eines osteoporotisch veränderten Knochen führen. Besonders gefürchtet sind Stürze, bei denen es nicht selten zu Brüchen der Wirbelsäule oder aber auch zu Schenkelhalsbrüchen kommen kann, da der veränderte Knochen keinerlei Elastizität mehr zum Ausgleich einer solchen extremen Belastung besitzt. Doch nicht allein Knochenbrüche können im Rahmen der Osteoporose zu Beschwerden führen. Durch die Abnahme der Knochenmasse wird die gesamte Statik der Wirbelsäule und auch der Extremitäten verändert, was dann wiederum zu einer Fehlbelastung mit entsprechender Schmerzsymptomatik führen kann. Im Röntgenbild kann die Osteoporose erst bei einer Abnahme der Knochendichte um ca. ein Drittel gesehen werden. Es gab daher immer schon wissenschaftliche Bestrebungen eine Untersuchung zur Früherkennung der Osteoporose zu entwickeln, um mit durchaus vorhandenen gezielten Therapiemaßnahmen frühzeitig gegen die Erkrankung vorgehen zu können.
Die früher häufig durchgeführte Messung der Knochendichte über eine Computertomographie der Wirbelsäule wird heute nur noch bei schon nachweisbaren osteoporosebedingten Brüchen von Wirbelkörpern von der Krankenkasse übernommen. In unserer Praxis wird daher zur Früherkennung der Osteoporose ein ganz neu entwickeltes Verfahren angewandt. Es handelt sich hierbei um das PRONOSCO X-POSURE SYSTEM. Zunächst wird eine Röntgenaugnahme des Unterarmes bzw. der Hand durchgeführt. Diese wird dann über einen Scanner in einen Computer eingelesen. Der Computer errechnet an mehreren Stellen des Röntgen-Bildes die Menge der Ausbuchtungen am Übergang der harten zur weichen Knochenschicht. Die Menge dieser Ausbuchtungen gibt einen direkten Hinweis auf die Knochendichte des gesamten Skelettsystems. Als Therapie der Osteoporose ist zunächst eine Calciumreiche Diät sowie ein tägliches Gymnastikprogramm unverzichtbar. Medikamentös stehen verschiedene Arzneimittel zur Verfügung. Die wichtigsten sind wohl die Kombination von Calcium und Vitamin D, aber auch die Gabe von Fluorid-Präparaten und Hormonen. Bei ausgeprägteren Formen der Osteoporose und evtl. schon vorliegenden Brüchen im Bereich der Wirbelsäule kommen die so genannten Bisphosphonate zum Einsatz. Neben der medikamentösen Therapie kann insbesondere durch die Magnetfeldtherapie der Knochenstoffwechsel angeregt und somit neuer Knochen gebildet werden. Um jedoch eine entsprechende Therapie einleiten zu können ist eine Osteoporose Messung zur Bestimmung der Knochendichte erforderlich. Nach erfolgter Therapie sollte dann im Abstand zwischen 6 und 12 Monaten eine Kontrolluntersuchung erfolgen.
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